Entscheidung: Kommunen setzen Bildungspaket um
Initiative GeldKarte bietet technische Lösung für eine diskrete Unterstützung von Kindern und Familien
Berlin, 28.02.2011: Künftig werden die Kommunen für die Umsetzung der Bildungshilfen für die über 2,1 Millionen Kinder von Langzeitarbeitslosen zuständig sein. Die Kinder sollen stärker als bisher von Sport- und Musikangeboten und einem Schulmittagessen profitieren können. Im Ringen um die Hartz-IV-Neuregelung hat der Bundesrat vergangenen Freitag grünes Licht gegeben. Die Initiative GeldKarte e.V. begrüßt diese Bestrebungen und bietet mit ihrer Chipkarte eine diskrete Lösung für die Auszahlung von Sozialsubventionen.
Nötig wurde die Neuordnung der Grundsicherung durch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 09. Februar 2010. Die Karlsruher Richter hatten eine transparente und nachvollziehbare Berechnung der Regelsätze verlangt. Nach zähen Verhandlungen zwischen Regierung und Opposition gab es letzte Woche Freitag die ersehnte Einigung. Die Entscheidung: Kommunen werden künftig für die Bildungsförderung von Kindern aus sozial schwachen Familien zuständig sein.
„Das bargeldlose Bezahlsystem mit der GeldKarte bietet eine Lösung, die den Kommunen viel Gestaltungsspielraum bei der technischen Umsetzung lässt“, erklärt Ingo Limburg, Vorstandsvorsitzender der Initiative GeldKarte. „Je nach Bedarf vor Ort kann mit der GeldKarte diskret das Mittagessen in der Mensa, die Teilnahme an Sport- und Musikverein oder Schulmaterial bezuschusst werden. Das System kann aber auch auf andere Bereiche, etwa den öffentlichen Nahverkehr, ausgeweitet werden.“ Der Besitzer der GeldKarte registriert sich mit seiner Chip-ID einmalig beim Träger der Subvention. So können Kinder und Familien, die die Kommune oder ein privater Träger unterstützen will, Wertpunkte für Bildungs-, Kultur und Freizeitangebote auf ihre GeldKarte speichern lassen und bei den teilnehmenden Akzeptanzstellen einlösen. Neben der Nutzung des Chips auf den girocards der Banken und Sparkassen bieten so genannte White Cards eine kontounabhängige Lösung.
Erfolgreich in Jena Mit gutem Beispiel voran geht die Stadt Jena in Thüringen. Dort gibt es seit 2009 die „JenaBonus“-Karte, mit der Empfänger sozialer Leistungen zweckgebunden Ermäßigungen in Form eines Punkteguthabens für den öffentlichen Nahverkehr erhalten. „Das System funktioniert sehr gut und ist vor allem für die Zielgruppe ein emotionaler Fortschritt, da durch die GeldKarte Zuschüsse ganz anonym gewährt werden können“, erläutert Olaf Schroth, Leiter des Fachbereichs Bürgerdienste in Jena, die Vorteile des Chips. Trotz der Möglichkeit überall mit der GeldKarte zu bezahlen, kann über das Hintergrundsystem die Nutzung der Subventionen auf bestimmte Leistungen und Produkte eingeschränkt werden, was eine ganz gezielte Bezuschussung erlaubt.
Die GeldKarte als Multitalent Dabei haben die Chipkarte der deutschen Kreditwirtschaft über 88 Millionen Menschen schon in der Tasche und das GeldKarte-System greift auf eine bewährte, sichere Technologie mit etablierter Infrastruktur zurück. In vielen Kommunen zahlen die Bürger Parkscheine, Bustickets und an Snackautomaten bereits mit dem Chip und sind an den Umgang mit dem Kleingeldersatz gewohnt. In mehr als 20 Städten kommt die GeldKarte als City Card zum Sammeln von Bonuspunkten beim Stadt-Bummel zum Einsatz. In rund 350 Schulen in deutschen Gemeinden setzen in der Mensa auf die GeldKarte und nutzen die Vorteile der diskreten Bezuschussung.
Über die GeldKarte: Die GeldKarte ist eine "Geldbörse" in Chipform, die von der deutschen Kreditwirtschaft gemeinschaftlich getragen wird. Der Chip kann am Geldautomaten, an speziellen Ladeterminals oder bequem über das Internet mit bis zu 200 EUR aufgeladen werden. Die GeldKarte dient damit vorrangig als Kleingeldersatz. Bezahlt werden kann unter anderem beim Parken, im Öffentlichen Personennahverkehr, an Zigarettenautomaten und im Internet. Die GeldKarte-Funktion erhält der Kunde i. d. R. mit der girocard (frühere ec-Karte) oder Kundenkarte seiner Bank bzw. Sparkasse. Derzeit sind in Deutschland über 88 Millionen GeldKarten (über 96 Prozent aller girocards (frühere ec-Karten) und Bankkundenkarten) im Umlauf, die an über 600.000 Akzeptanzstellen an Automaten und im Internet zum Einsatz kommen. Mit der Möglichkeit des Online-Ladens macht GeldKarte Online-Payments noch einfacher und angenehmer. Der Karteninhaber bleibt bei sämtlichen Bezahlvorgängen anonym. Für den Akzeptanzpartner ist die Zahlung per GeldKarte garantiert und damit gleichbedeutend mit einer Barzahlung. Über die neue Kontaktlosfunktion wie auch weitere Zusatzfunktionen des Chips, z.B. den Jugendschutz am Zigarettenautomaten und im Internet, den Elektronischen Fahrschein, die Verwaltung von Bonuspunkten oder die Digitale Signatur wird die GeldKarte ihre führende Position als Bezahlsystem für Kleinbeträge in der physischen Welt sowie im Internet in den kommenden Jahren weiter ausbauen. Über die Initiative GeldKarte e.V.: Die Initiative GeldKarte e.V. mit Sitz in Berlin versteht sich als Netzwerk für Unternehmen und Institutionen, die die GeldKarte akzeptieren oder die hierfür notwendige Infrastruktur bereitstellen. Die Initiative ist die Schaltstelle, in der Informationen und Neuigkeiten rund um die Chipkarte der deutschen Kreditwirtschaft zusammen fließen. Sie bündelt die Interessen ihrer Mitglieder und vertritt sie gegenüber Politik und Medien. Als Motor der GeldKarte treibt die Initiative einzelne Anwendungsbereiche gezielt voran. Sie recherchiert neue Einsatzmöglichkeiten, initiiert Pilotprojekte und unterstützt bestehende Aktivitäten ihrer Mitglieder, insbesondere in den Bereichen Marketing, Public Relations und Public Affairs. Weitere Informationen gibt es unter www.Initiative-GeldKarte.de
Kontakt: Initiative GeldKarte e.V. Linda Tönskötter Tel.: 030 – 21 23 42 2 – 71 Fax: 030 – 21 23 42 2 - 99 linda.toenskoetter@initiative-geldkarte.de
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